Jennys Beisetzung am 24.09.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jenny wurde am 24. September 2008 in Geilenkirchen-Teveren, ihrem Heimatort, beigesetzt. Das Requiem fand in der Katholischen Pfarrkirche St. Willibrord statt.

 

Hier die Ansprache des Ortsvorstehers von Teveren, Herrn Hans-Josef Paulus:

 

"Liebe Familie Böken, verehrte Leidtragende!

 

Wir sind heute morgen hier zusammen gekommen, um Abschied zu nehmen von einer jungen, stets fröhlichen und überaus beliebten Mitbürgerin: Jenny Böken.


Allzu früh ging ihr Leben zu Ende; ein Leben, das zu großen Hoffnungen berechtigte.


Viele Tage des Wartens, Bangens und der quälenden Ungewissheit liegen hinter uns: hinter Ihnen als Eltern, als Geschwister, Freunde und als Anverwandte. Aber auch hinter uns als Dorfgemeinschaft Teveren. Entsetzen machte sich allenthalben breit, als wir von dem tragischen Unglücksfall erfuhren. Bis zuletzt haben wir mit den Eltern und allen Angehörigen gehofft und gebetet, dass alles ein gutes Ende nehmen möge. In diesen schweren Stunden und Tagen haben wir hier in Teveren dankbar zur Kenntnis genommen, dass alles nur Menschenmögliche unternommen wurde, Jenny zu retten bzw. aufzufinden.


Am vergangenen Dienstag wurde es dann traurige Gewissheit, dass sie den Unfall nicht überlebt hatte.

Im blühenden Alter von 18 Jahren ging sie von uns, von ihren Lieben, von ihren Freundinnen und Freunden, von ihren Kameradinnen und Kameraden auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“. Jenny hatte trotz ihres jungendlichen Alters Persönlichkeit. Sie wusste genau, was sie wollte. Sie war überaus intelligent, wissbegierig und vielseitig interessiert. Es war bewundernswert, wie sie sich in vielen Bereichen engagierte: So widmete sie sich mit ganz erstaunlichem Erfolg der Kunst, der Malerei und dem Gesang , u.a. auch im Kirchenchor unserer St. Willibrordus–Pfarrgemeinde.


Aber damit nicht genug. Jenny war auch immer für andere da. Liebevoll kümmerte sie sich um die notleidende Kreatur. Und da versteht es sich fast von selbst, dass es ihr Berufswunsch war, später einmal kranken Menschen als Ärztin ihre Hilfe zuteil werden zu lassen. Jennys Hilfsbereitschaft, ihre Warmherzigkeit und ihre Mitmenschlichkeit haben viele von uns in der einen oder anderen Form erfahren dürfen.

Sie war ein Teil von uns. Und deshalb erfreute sie sich allseits so großer Beliebtheit. In Trauer und Dankbarkeit verneigen wir uns vor dieser von uns allen so geschätzten Weggefährtin, die am 04. September dieses Jahres ihr junges, unerfülltes Leben in die Hände des Schöpfers zurückgegeben hat. An uns ist es zu danken für die Bereicherung, die wir durch Jenny innerhalb unserer Dorfgemeinschaft erfahren durften. Sie nicht mehr unter uns zu wissen, schmerzt uns sehr. Aber Jenny wird weiterleben in dem, was sie in ihrem viel zu kurzen Leben Gutes getan und in der Freude, die sie anderen bereitet hat. Sie wird weiterleben in dem, was sie ihren Eltern , ihren beiden Brüdern, ihren Anverwandten und so vielen Menschen bedeutet hat. Liebe Jenny, Du warst ein Geschenk für uns alle, ein Geschenk auch für die gesamte Dorfgemeinschaft Teveren


Wir übergeben Dich der heimatlichen Erde mit dem festen Versprechen, Dir immer ein ehrendes Andenken zu bewahren.


Wir werden Dich nie vergessen."